Schachtprüfung

Im Prinzip funktioniert eine Schachtprüfung genau gleich wie eine Haltungsprüfung.
Man kann sich den Schacht vorstellen wie eine senkrecht gestellte Leitung an der es eben nur ein Ende gibt, nämlich den Schachtdeckel. Durch die normal vorhandenen Einstiegsmöglichkeiten (Steigeisen, Leitern, etc.) ist eine Absperrung sämtlicher zu und Abläufe am Schachtkörper auch keine großes Hindernis.
Die Schachtöffnung wird dann mit einer speziellen Schachtprüfblase verschlossen und schon geht´s los.
--> Durch die meist geringe Höhe des Schachthalses hat die Schachtblase wenig
     Haltefläche, was die Schachtprüfung mit Luft relativ gefährlich macht.

Es hat sich aus oben genanntem Punkt deshalb erwiesen das eine Schachtprüfung mit Wasser wesentlich ungefährlicher und praktikabler ist. Hier werden auch sämtliche Zu- und Abläufe am Schachtkörper mit Blasen verschloßen. Die Schachtprüfblase entfällt bei dieser Art Prüfung. Der Schacht wird nun komplett, bis kurz unter die Schachtoberkante, mit Wasser befüllt und es wird direkt über dem Schacht ein Dreibein aufgestellt an dem ein Prüfsensor hängt. Dieser Sensor misst jetzt nicht den Druckabfall sonder die eventuelle Absenkung des Wasserspiegels. Da der Schacht vorher vermessen wurde und sämtliche geometrische Daten somit bekannt sind kann der Wasserspiegelabfall relativ leicht in eine Verlustmenge pro Liter, in einer bestimmten Zeit, umgerechnet werden.

Prüfaufbau einer Schachtprüfung mit Wasser
Quelle: JT-Elektronik GmbH